Deutlicher Anstieg von tatsächlichen Brandereignissen

Deutlicher Anstieg von tatsächlichen Brandereignissen

 

Mehr tatsächliche Brandereignisse – Weniger Wohnungsöffnungen – Tödlicher Verkehrsunfall auf B12
Traditionell zum Jahresbeginn blicken wir wieder auf die Einsätze des vergangenen Jahres zurück. Im Jahr 2025 wurden wir zu insgesamt 114 Einsätzen gerufen, wovon 98 durch die ILS Passau alarmiert wurden. Wiederrum 20 davon wurden mittels Sirene alarmiert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 156 Einsätzen ist die Anzahl der Einsätze im Jahr 2025 um 27% gesunken, was vor allem durch glücklicherweise ausbleibende Unwetterlagen in unserem Schutzgebiet begründet werden kann.

Beim Blick auf die Einsätze mit dem Stichwort B BMA lässt sich im Vergleich zum Vorjahr hingegen wieder ein Anstieg um acht auf insgesamt 31 Einsätze mit diesem Stichwort feststellen, wobei die Gemeinschaftsunterkunft am Bahnhofplatz mit zehn Alarmierungen erneut trauriger Spitzenreiter ist. In diesem Jahr konnten jedoch auch mehrere Brände durch die Anlagen frühzeitig erkannt werden, was zur schnellen Alarmierung der Feuerwehr führte. So kam es im BRK Seniorenheim Haus 1 Ende Oktober zum Brand von auf der Herdplatte abgelegten Gegenständen und im November brannte es bei der Firma Schütz im Bereich der Absaugung.

Brände mit den Stichworten B3 oder B3 Person waren im vergangenen Jahr insgesamt 13 Mal zu verzeichnen. Im Vergleich zu den Vorjahren kann man feststellen, dass in keinem Fall angebranntes Essen der Grund für den Alarm war und es sich um mehrere tatsächliche Brandereignisse handelte. Ein Garagenbrand in der Innstraße, ein Balkonbrand in der Maximilianstraße und ein Zimmerbrand im Thalhamer Weg sind einige davon. Das größte Brandereignis war jedoch Mitte November in der Lagerhausstraße zu verzeichnen, als in den Morgenstunden ein Zimmer nach einer Brandstiftung in Vollbrand stand. Insgesamt liegt die Anzahl an Brandeinsätzen bei 52, was 46% der gesamten Einsätze entspricht. Hervorzuheben sind hier noch der Brand eines PKWs in der Törringstraße sowie der Brand eines Presscontainers, der uns über mehrere Stunden beschäftigte. Außerdem wurden wir im vergangenen Jahr zweimal mit unserem Tanklöschfahrzeug zu Brandereignissen nachalarmiert, um mit dem 4.800 Liter fassenden Löschwassertank die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Dies war einmal bei einem Waldbrand in Eggstetten und ein zweites Mal bei einem Flächenbrand an der B12 bei Ering der Fall.

Zu Einsätzen aus dem Bereich der technischen Hilfeleistung wurden wir im Berichtsjahr insgesamt 54 Mal gerufen, was 47% entspricht. Darunter fallen 15 Verkehrsunfälle, wovon drei per eCall gemeldet wurden und sich letztendlich als Fehlalarm herausstellten. Lange schien es auch so, als ob der Einsatz von Rettungsspreizer und Rettungsschere im Jahr 2025 nicht erforderlich ist. Jedoch wurden wir am 10. Dezember eines Besseren belehrt, da sich auf der B12 bei Ering ein tödlicher Verkehrsunfall mit zwei PKWs und zwei LKWs ereignete, wobei zwei Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt wurden. Weitere Verkehrsunfälle ereigneten sich im Juni auf der B12 bei Prienbach, wo der Einsatz unserer Seilwinde nötig war sowie im März auf der B12 bei Erlach, wo ein mit Holz beladener LKW von der Fahrbahn abgekommen ist. Hervorzuheben ist noch die vergleichsmäßig geringe Anzahl an Wohnungsöffnungen (neun Einsätze), wobei wir erst im Juli zur ersten Wohnungsöffnung des vergangenen Jahres gerufen wurden. Bemerkenswert ist auch, dass wir im Gegensatz zu den Vorjahren zu keiner Personensuche alarmiert wurden.

Einsätze aus dem Bereich der atomaren, biologischen und chemischen Gefahren machten, wie auch in den Vorjahren nur einen geringen Teil aus. Es handelte sich um sechs Einsätze und damit 5%. Darunter fallen mehrere Ölspuren und ein Einsatz des Ölwehrzuges in Schönau. Erwähnenswert sind noch eine abgerissene Gasleitung am Moosgraben sowie ein gemeldeter Gasgeruch in der Maximilianstraße, da sich diese Einsätze innerhalb von ca. 24 Stunden gemeldet wurden.

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Ein Blick auf die Orte zeigt, dass sich 92 Einsätze und damit 81% in Simbach ereigneten. An zweiter Stelle steht mit fünf Einsätzen (4%) wieder das Schutzgebiet der Feuerwehr Kirchdorf. Unser Einsatz war dort unter anderem bei einem Verkehrsunfall auf der B12 sowie einem Kaminbrand erforderlich. Mit drei Einsätzen auf Platz drei steht der Schutzbereich der Feuerwehr Ering. Dorthin wurden wir neben den bereits genannten Einsätzen auch noch zu einem Verkehrsunfall auf die B12 gerufen, wo unser Eingreifen jedoch nicht mehr erforderlich war. Zweimal wurden wir in die Gemeinde Stubenberg gerufen, wobei es sich um einen Kellerbrand zu Jahresbeginn sowie um einen gemeldeten Dachstuhlbrand handelte. Die Kameraden der Nachbarstadt Braunau forderten unsere Drehleiter bei einem Zimmerbrand in der Altstadt ebenfalls einmal zur Unterstützung an.

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Ein Blick auf die Monate und Wochentage zeigt, dass der Oktober mit 15 Alarmierungen und Juli (14 Einsätze) die einsatzstärksten und der August mit vier Einsätzen das schwächste Monat war. Besondere Gründe für die Häufung der Einsätze im Oktober können jedoch nicht festgemacht werden. Im Juli hingegen wurden wir innerhalb von 24 Stunden zu fünf Einsätzen gerufen, wobei vier dieser Einsätze auf einen stärkeren Regenfall zurückzuführen sind. Bei der Verteilung auf die Wochentage lässt sich feststellen, dass sich mittwochs die meisten Einsätze (22 Stück) ereigneten und die Alarmierungen zum Ende der Woche stetig abnehmen, sodass an Sonntagen unser Einsatz lediglich elf Mal erforderlich war.

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Beim Blick auf die ausgerückten Fahrzeuge lässt sich feststellen, dass unser Erstangriffsfahrzeug HLF 20 bei 91 Einsätzen und damit 80% dabei war. Bei den Sonderfahrzeugen ist unsere Drehleiter mit 56 Einsätzen (49%) Spitzenreiter. Insgesamt rückten zu den 114 Einsätzen 333 Fahrzeuge aus, was gerundet drei Fahrzeuge je Einsatz entspricht.

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Hier einige Impressionen zu den Einsätzen im Jahr 2025: