Realitätsnahe Übung: Unfall in Schacht fordert Einsatzkräfte

Realitätsnahe Übung: Unfall in Schacht fordert Einsatzkräfte

 

PKW in Schacht gestürzt – Vier Personen an Unfall beteiligt – Herausfordernde Übung für Einsatzkräfte
Ein PKW kommt von der Fahrbahn ab und bleibt absturzgefährdet in einem Schacht hängen – die beiden Insassen werden im Fahrzeug eingeschlossen. Zudem werden im Zuge des Unfalls zwei weitere Personen, die am Schacht gerade Bauarbeiten durchgeführt hatten, in den Unfall verwickelt. Eine Person stürzt in den Schacht und die zweite Person wird zwischen dem PKW und der Betonwand eingeklemmt. Dies war das herausfordernde Szenario, das unsere Einsatzkräfte im Rahmen der vergangenen Dienstagsübung erwartete.

Nachdem der Gruppenführer seine Erkundung angeschlossen hatte, entschied er sich zu umfangreichen Sofortmaßnahmen, denn bevor die Rettung der Personen überhaupt starten konnte, war es erforderlich, das Unfallfahrzeug umfangreich zu sichern. Dabei wurde der PKW mit Stab-Fast, Spanngurten und der Seilwinde unseres Rüstwagens gegen weiteres Abstürzen und Umkippen gesichert. Das Stab-Fast ist ein speziell zur Sicherung von Fahrzeugen entwickeltes Stabilisierungssystem, welches im Rüstwagen mitgeführt wird. Parallel dazu leuchteten weitere Einsatzkräfte die Einsatzstelle umfassend aus und brachten Rüstholz an den Schadensort.

Erst nach der Sicherung des Fahrzeuges war es möglich, die beiden im Fahrzeug eingeschlossenen Personen zu retten. Da sich beide Vordertüren öffnen ließen, konnte diese Rettung zügig durchgeführt werden. Zudem ging ein weiterer Trupp mit Steckleiter zur abgestürzten Person in den mehrere Meter tiefen Schacht vor und kümmerte sich um dessen Rettung. Diese wurde im Anschluss mittels Schleifkorbtrage und Verbindungsmittel der DLK durchgeführt, wobei es auch erforderlich war, an der Person eine redundante Sicherung anzubringen. Währenddessen waren weitere Kräfte mit der Betreuung der eingeklemmten Person und der Vorbereitung der Rettung beschäftigt. Mit hydraulischen Rettungsgeräten (Spreizer, Schere und Zylinder) bearbeitete der vorgehende Trupp den Frontbereich des Fahrzeuges anschließend so, dass die Person befreit werden konnte. Um eine größere Arbeitsfläche um das Unfallfahrzeug zu schaffen, wurde im Verlauf der Übung der offene Schachtbereich mit mehreren Bohlen und Kanthölzern des Rüstwagens abgedeckt.

Insgesamt war dies eine sehr lehrreiche Übung, welche keineswegs unrealistisch ist und wieder einmal vor Augen führt, welch große Anzahl an Ausrüstungsgegenständen auf unseren Fahrzeugen mitgeführt werden und im Ernstfall auch seine Anwendung finden.

 

 

Hier einige Impressionen zur Übung: