Jugendfeuerwehr ein Wochenende im Dauereinsatz
Berufsfeuerwehrtage für insgesamt acht Jugendliche – Personenrettungen, echter Brand und Bootsübung prägen das Wochenende
Wie auch in den vergangenen Jahren, fanden kürzlich wieder die Berufsfeuerwehrtage für unsere Jugendfeuerwehr statt. Insgesamt acht Jugendliche fanden sich samt den Betreuern am frühen Freitagnachmittag am Feuerwehrhaus ein. Nach dem Aufbau des Bettenlagers im Schulungsraum starteten die Berufsfeuerwehrtage mit einer Bootsübung am Inn. Neben der einfachen Fahrt mit dem Boot lernten die Jugendlichen auch das Verhalten bei Personenrettungen mit dem Boot näher kennen. Im Anschluss an die Übung musste das Mehrzweckboot gereinigt werden, bevor es bereits das gemeinsame Abendessen gab. Nach einer Zeit zur freien Verfügung ertönte zum ersten Mal der Alarmton im Feuerwehrhaus und rief die Jugendlichen zum Einsatz. Dabei handelte es sich um eine Personensuche im Bereich Heinzelspitze, wobei die Personenbeschreibung den ein oder anderen zum Schmunzeln brachte. Die Jugendlichen machten sich – ausgerüstet mit Funkgerät, Handlampe und Wärmebildkamera – auf den Weg und konnten den Vermissten nach kurzer Zeit finden. Da dieser jedoch nicht mehr gehfähig war, musste er mittels Schleifkorbtrage aus dem Wald gerettet werden, bevor es für die Jugendlichen zurück ins Feuerwehrhaus ging, wo sie die Nachtruhe antraten.
Diese dauerte jedoch nur bis 7 Uhr, da zu diesem Zeitpunkt erneut der Alarm ertönte und die Jugendlichen sich auf den Weg zum Sägewerk nach Obersimbach machten, wo die Brandmeldeanlage Alarm schlug. Nach einer kurzen Einweisung in das Thema „Brandmeldeanlagen“ durften die Jungs und Mädchen mithilfe von Laufkarten das Gelände erkunden, wobei sie keine Gefahren feststellten. Danach wartete eine Runde Morgensport auf sie, bevor es das Frühstück gab. Kurz darauf wurden sie in die Max-Herrndobler-Straße gerufen, wo eine Person mit der Drehleiter aus dem 2. Obergeschoss gerettet werden musste. Nachdem die Jugendlichen wieder ins Feuerwehrhaus zurückgekehrt sind, standen die Vorbereitungen für das gemeinsame Mittagessen auf dem Plan. Nur durch den nächsten Alarm wurden diese verzögert. Fertig ausgerüstet warteten die Jugendlichen im HLF auf den Gruppenführer, der jedoch kein Alarmfax dabeihatte, denn das Finden des Alarmfaxes bzw. des darauf stehenden Einsatzauftrages war Teil der folgenden Schnitzeljagd.
Als Erstes mussten sich die Mädchen und Jungs in zwei Gruppen aufteilen und zur ersten Station antreten: Knoten-Code. Hier mussten sie die verschiedenen Knoten von Mastwurf über den Zimmermannsschlag bis hin zum Brustbund korrekt vorführen. Mit jedem richtigen Knoten gab es eine Zahl, die in einem Zahlenschloss korrekt eingegeben werden musste, was zum nächsten Hinweis führte. Es ging weiter zum HLF zur Gerätekunde, wo die Jugendlichen je Gerät einen Lösungsbuchstaben erhielten. Schnell war klar, dass das Lösungswort “Wasser” lautete. Was bei jedem Einsatz dabei ist, ist das richtige Funken. So mussten die Kinder einen korrekten Funkspruch absetzen, um den Hinweis “Hecke” zu bekommen. In der Waschhalle erwartete sie die nächste Aufgabe, wo verknotete Schläuche gewickelt und ordnungsgemäß verstaut werden mussten. Langsam wird das Bild des Einsatzes klarer, denn sie bekamen den Hinweis, dass der Einsatz im oder um das Feuerwehrhaus sein wird. Nach einem kurzen Rätsel um die Wasserentnahmestelle – den Unterflurhydranten – herauszufinden, mussten die Jugendlichen abschließend ein Puzzle zusammensetzen, welches einen Heckenbrand widerspiegelte. Der Einsatzbefehl lautete somit: “Heckenbrand am Feuerwehrhaus Simbach a. Inn. Wasserentnahmestelle ist der Unterflurhydrant”. Zurück im HLF ging es einmal um das Feuerwehrhaus zum Einsatzort. Die Mädchen und Jungs bauten den Löschangriff inkl. Verkehrsabsicherung auf, dann hieß es “Wasser marsch” und der Brand wurde gelöscht. Nachdem das HLF wieder aufgerüstet worden war, ging es zum verdienten Mittagessen.
Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person beschäftigte die Jugendfeuerwehrler schließlich nach dem Mittagessen, wobei die Gruppenführerin bei der Erkundung in der Austraße feststellte, dass die Person unter dem Fahrzeug eingeklemmt war. Mittels Büffelheber konnte die Person nach entsprechender Sicherung des Fahrzeuges befreit werden. Die Ruhe nach diesem Einsatz währte jedoch nicht lange, denn kurz nach Eintreffen am Feuerwehrhaus wurden die Jungs und Mädchen zu einer starken Rauchentwicklung gerufen, die im Bereich Maierhof gemeldet wurde. Dort wartete das Highlight des Wochenendes – ein echter Brand – auf die Jugendlichen, den sich nach Aufbau des Löschangriffs bekämpfen konnten. Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten und Reinigung der Fahrzeuge folgte der letzte Einsatz an diesem Wochenende, denn eine Katze saß auf einem Bürogebäude in der Bayernwerkstraße fest und musste mit der Drehleiter gerettet werden. Insgesamt war es ein gelungenes Wochenende, welches wir mit einem gemeinsamen Grillabend auf unserer Terrasse ausklingen ließen.
Hier einige Impressionen zu den Berufsfeuerwehrtagen:





































