Verunfallte Mountainbiker am Schellenberg gerettet

Verunfallte Mountainbiker am Schellenberg gerettet

 

Gemeinschaftsübung mit BRK am Schellenberg – Rettung zweier Mountainbiker des Radsportvereins Simbatrails
In den Waldgebieten Heinzelspitze und Schellenberg gibt es viele Mountainbike-Trails. Doch was passiert, wenn ein Mountainbiker verunfallt? Wie kommen Rettungsdienst und Feuerwehr zum Patienten? Und wie kann der Fahrradfahrer aus dem Wald gerettet werden? Genau das war das Szenario einer vergangenen Übung, die wir gemeinsam mit der BRK-Bereitschaft Simbach durchführten. Um das Szenario noch realistischer darzustellen, wurden die Unfallopfer durch den Simbacher Radsportverein „Simbatrails“ gestellt und durch das Team der Notfalldarstellung des BRK Rottal-Inn entsprechend geschminkt. Als „Leitstelle“ zur Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr fungierte die Einsatzzentrale in unserem Feuerwehrhaus, die für die Übung besetzt wurde.

Angenommen wurde ein gestürzter Mountainbiker am Schellenberg, welcher selbstständig den Notruf absetzte, wodurch ein Rettungswagen zur Einsatzstelle entsandt wurde. Die Kameraden des BRK wurden im Waldgebiet durch einen weiteren Mountainbiker eingewiesen und stellten fest, dass sich der Verunfallte in unwegsamem Gelände befindet und nicht mit Fahrzeugen erreicht werden kann. Daher wurde die Feuerwehr zur Trageunterstützung nachalarmiert. Der genaue Standort wurde mittels der App „what3words“ durchgegeben. In dieser ist die Welt in 3×3 Meter große Quadrate unterteilt, was eine genaue Lokalisierung ermöglicht.

Wir machten uns daraufhin mit ELW, HLF, RW und ATV auf den Weg zur Einsatzstelle. Da die Übung von unseren Mitgliedern gut angenommen wurde, fuhren zusätzlich TLF und MTW den Übungsort an, um allen die Teilnahme zu ermöglichen. Vor Ort wurden wir durch den Rettungsdienst eingewiesen und erfuhren, dass es noch einen zweiten verletzten Mountainbiker geben soll, dessen Standort unklar ist. Somit machte sich ein Teil der Mannschaft auf die Suche nach dem Patienten, welcher nach kurzer Zeit etwas oberhalb am Trail aufgefunden wurde. Nachdem dieser stabilisiert wurde, konnten wir die Rettung mittels Schleifkorbtrage des Rüstwagens vorbereiten. Da es sich um steiles Gelände handelte, musste die Trage teils mit Leinen gesichert und abgelassen werden, um den Patienten schonend zu retten. Weitere Kameraden begaben sich zum anderen Patienten, der bereits durch den Rettungsdienst versorgt wurde. Dieser konnte auf einem Spineboard fixiert und gemeinsam mit den Kameraden des BRK zum Rettungswagen transportiert werden. Parallel dazu wurde am Einsatzleitwagen eine Führungsunterstützung eingerichtet, wo auf einer Lagekarte vor allem die Personensuche dargestellt und dokumentiert wurde.

Nachdem die beiden Personen gerettet werden konnten, fand eine Übungsnachbesprechung statt, bei der die Übungsopfer die Rettung aus ihrer Sicht kurz darstellten und vom Aufwand einer solchen Personenrettung überrascht waren. „Mir ist durch die Übung bewusst geworden, welche Auswirkung ein derartiger Unfall haben kann“, so eines der Übungsopfer.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle beim Radsportverein Simbatrails, der die Übungsopfer stellte, beim Team der Notfalldarstellung des BRK Rottal-Inn, das die Übungsopfer schminkte und die Übung noch realistischer wirken ließ sowie beim Grundstückseigentümer Klaus Bubl, der er uns sein Grundstück für die Übung zur Verfügung stellte. Zudem freuen wir uns, dass auch die BRK-Bereitschaft Simbach an der Übung teilnahm und die Zusammenarbeit somit weiter gestärkt werden konnte.

 

 

Hier einige Impressionen zur Gemeinschaftsübung am Schellenberg: