Kleinflugzeug stürzt auf Gelände des VERBUND-Kraftwerkes
Abgestürztes Kleinflugzeug am Kraftwerk Braunau-Simbach führt zu Großschadenslage – Mehr als 100 Einsatzkräfte an Übung beteiligt
Ein herausforderndes Szenario erwartete unsere Einsatzkräfte bei der Herbstübung, die kürzlich durch die Kirchdorfer Kameraden organisiert wurde. Angenommen wurde der Absturz eines Kleinflugzeuges im Bereich des Kraftwerkes Braunau-Simbach. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Kirchdorf, Ranshofen, Julbach, Buch und Seibersdorf kümmerten wir uns um die Abarbeitung der Großschadenslage.
Ein Kleinflugzeug überfliegt den Bereich des Kirchdorfer Waldsees, es kommt zu Komplikationen und das Flugzeug zerbricht in der Luft, was schwere Folgen nach sich zieht. Trümmerteile landen im Kirchdorfer Waldsee, austretender Kraftstoff löst einen Flächenbrand am See aus und der Rest des Flugzeuges stürzt auf Fahrzeuge auf dem Gelände des Kraftwerkes Braunau-Simbach, wobei drei Personen eingeklemmt werden. Der Pilot kann sich mit einem Fallschirm noch retten, bleibt dann aber an einem Geländer hängen.
Wir nahmen an der Übung mit beinahe dem gesamten Fuhrpark teil und sammelten uns zu Beginn im Bereitstellungsraum in der Waldseestraße, wo die Einsatzkräfte nach und nach abgerufen wurden. Zu Beginn machte sich unser Zugführer mit dem Einsatzleitwagen auf den Weg zur Einsatzstelle, um Abstimmungen mit dem Abschnittsleiter durchzuführen und weitere Einsatzkräfte aus dem Bereitstellungsraum abzurufen. Als eine der ersten Maßnahmen räumten wir den Weg zu den Unfallfahrzeugen, der durch mehrere Trümmerteile blockiert war, frei und kümmerten uns um Unfallopfer, die sich im Bereich der Einsatzstelle aufhielten. Zudem konnten wir mit unserer Drehleiter den Piloten retten, der am Geländer des Kraftwerkes in mehreren Metern Höhe festhing. Unser Wechselladerfahrzeug mit Kran wurde nach dem Freiräumen der Unfallstelle dazu eingesetzt, die auf die PKWs gestürzten Trümmerteile – dargestellt durch Baumstämme – zu entfernen, um im Anschluss daran mit der technischen Rettung der eingeklemmten Personen zu beginnen. Diese Arbeiten führten die Besatzungen von HLF und Rüstwagen gemeinsam mit der Feuerwehr Ranshofen durch. So sicherten wir das auf der Seite liegende Fahrzeug mit dem Stabilisierungssystem Stab-Fast aus dem RW und entfernten das Dach des zweiten PKWs, in welchem sich zwei Personen befanden. Die beiden Personen konnten so mit einem Spineboard schonend aus dem Fahrzeug gerettet werden. Gleichzeitig dazu unterstützte die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges die Feuerwehren aus Julbach, Seibersdorf und Buch bei der Bekämpfung des Flächenbrandes.
Im Anschluss an die Übung trafen wir uns mit den mehr als 100 beteiligten Einsatzkräften im Feuerwehrgerätehaus Kirchdorf zu einer Übungsnachbesprechung, bei der neben dem Kirchdorfer Kommandanten Matthias Drexler auch die Übungsbeobachter KBM Felix Menzinger und KBI Helmut Niederhauser auf den Ablauf der Übung eingingen. Felix Menzinger bezeichnete diese Übung als „hochkomplex, mehrdimensional und interdisziplinär“ und wies darauf hin, dass im Ernstfall ein Vielfaches an Einsatzkräften beteiligt wäre. Bedanken möchten wir uns bei der Feuerwehr Kirchdorf, dass wir an der Übung teilnehmen durften, und wir können nur hoffen, dass ein solches Szenario nie zur Realität werden wird.
Hier einige Impressionen zur Herbstübung:















