Rabatt für Kauf von drei Feuerwehrfahrzeugen




Drei Kommunen, drei Feuerwehren und drei neue Fahrzeuge. Im ersten Quartal des Jahres 2021 erhalten die Einsatzkräfte von Simbach, Tann und Kirchdorf je ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF20). Durch diese Sammelbestellung konnten die Kosten dafür wesentlich vermindert werden. Der Gesamtauftragswert würde sich ohne Förderungen auf 1432556 Euro belaufen. Schon Ende 2016 wurde eine gemeinschaftliche Beschaffung des Fahrzeuges angeregt. Daran beteiligt sollten die Feuerwehren von Simbach, Tann, Ering und Wittibreut sein. Übrig blieben letztlich die ersten beiden Kommunen, die Anfang dieses Jahres gemeinsam mit der Gemeinde Kirchdorf die Vereinbarung über eine interkommunale Beschaffung des HLF 20 trafen. Sichtlich „froh über die Möglichkeit dieser Gemeinschaftsbeschaffung“ ist Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid. Er sieht nicht nur einen Vorteil in finanzieller Hinsicht, sondern auch für eine gelungene Zusammenarbeit der Feuerwehren. Der Weg bis zum Auftragsklärungsgespräch am Freitag war relativ kurz: Im August 2019 hatte man mit der Ausschreibung begonnen, nur zwei Monate später wurden in den jeweiligen Ratsgremien die Vergabebeschlüsse gefasst, so dass im Dezember der Auftrag zur Anschaffung des HLF 20 erteilt werden konnte. Federführend hat sich die Feuerwehr Simbach um das Organisatorische gekümmert. „Daran hängt wirklich ein Haufen Arbeit und euer Engagement ist lobenswert“, betonte Kirchdorfs Bürgermeister Johann Springer. Auch er habe sich drei bis vier Fahrzeuge mit angeschaut. „Sie müssen schon ihren Sinn und Zweck erfüllen.“ Zur Anschaffung des HLF 20 gratulierte er recht herzlich. „Die Feuerwehren mussten bei der Entscheidung, welches Fahrzeug angeschafft wird, auf einen Nenner kommen“, erklärte Simbachs Kämmerer Stefan Eberl. Es sollte ein baugleiches Fahrzeug sein. Der Preis unterscheidet sich nun je nach Beladung des HLF 20. Insgesamt fallen dafür rund 1,4 Millionen Euro an. Davon abgezogen wird die Förderung pro Kommune von 125000 Euro und je 11900 Euro zusätzlich für die Sammelbeschaffung. „Nicht leicht“, empfand der Tanner Bürgermeister Adi Fürstberger die Entscheidung für ein neues Feuerwehrfahrzeug. Mit der Anschaffung im Jahr 1992 ist das alte Tanner FFW-Fahrzeug zwar noch das jüngste, das ersetzt wird, dennoch herrsche mit der Zeit diesbezüglich ohnehin Handlungsbedarf. Außerdem: „Solange es noch Menschen gibt, die sich freiwillig engagieren und viel Zeit und Fleiß investieren, sollte man dies unterstützen und ihnen eine bestmögliche Ausrüstung gewährleisten.“ Beim Pressetermin am Freitag, waren neben den drei Bürgermeistern der Kommunen – Klaus Schmid (Simbach), Johann Springer (Kirchdorf), Adi Fürstberger (Tann) – auch jeweils der erste und zweite Kommandant der einzelnen Feuerwehren anwesend.

Quelle: Passauer Neue Presse